FElix Vallotton

Maler gegen die Zeit

Synopsis

Geboren am 28. Dezember 1865 in Lausanne als drittes Kind eines Waadtländer Drogisten und einer Berner Handwerkerstochter.
Nach einer von dunklen Erlebnissen überschatteten Kindheit, über die Vallotton später in seinem Roman «La vie meurtrière» («Das mörderische Leben») berichten wird, tritt er ins Collège cantonal ein, ein Progymnasium klassischer Richtung.
Dank seiner aussergewöhnlichen Begabung wird Vallotton schon vor der Zeit in die Zeichenkurse für Fortgeschrittene aufgenommen. Seine Freizeit verbringt er häufig im kleinen Museum der Stadt, wo ihn vor allem die Schweizer Malerei des 19. Jahrhunderts anspricht
Vom Sommer 1910 bis zu seinem Tod malt Vallotton gegen vierzig Sonnenuntergänge; dazu kommen zahlreiche Landschaften im Abendlicht. Die meisten dieser Bilder entstehen nach Motiven aus der Umgebung von Honfleur, dem kleinen Fischerort in der Normandie, wo Vallotton von 1909 an regelmässig den Sommer verbringt.
1882. Übersiedlung nach Paris, um sich zum Künstler ausbilden zu lassen.
1899. Heirat mit Gabrielle Rodrigues-Henriques, deren Brüder in Paris die renommierte Galerie Bernheim-Jeune betreiben. Die materiellen Verhältnisse Vallottons festigen sich.
Umzug von der Rive gauche auf die Rive droite in grossbürgerliche Verhältnisse.
1891. Erste Holzschnitte. Aufträge für illustrative Arbeiten in Büchern und angesehenen Zeitschriften. Erfolg.
1898 erscheint im Verlag der Revue Blanche die wichtigste Holzschnittserie Vallottons.
1892. Vallotton schliesst sich der führenden Künstlergruppe «Les Nabis» an, mit denen er bis 1903 regelmässig ausstellt.
Im Juni 1917 besucht Vallotton in Gesellschaft anderer Künstler die Kriegsfront in der Haute Champagne, darunter das Dorf Souain, das während der Marne-Schlacht dem Erdboden gleichgemacht wurde. Er macht Skizzen, später, in Honfleur, führt er die Souain-Bilder aus.
1920. Seiner angeschlagenen Gesundheit wegen verbringt Vallotton den Winter bis zu seinem Tod an der Côte d’Azur. In den letzten Lebensjahren reist er ausserdem in die Normandie, ins Seinetal, an den Lauf der Dordogne und der Loire.
Am 29. Dezember 1925 stirbt Félix Vallotton in einer Pariser Klinik – einen Tag nach seinem 60. Geburtstag.